Sie besuchen Ihr erstes Treffen der Expat Community in Ihrer neuen Heimat. Sie haben sich und Ihre Familie kurz vorgestellt, die Community begrüßt Sie herzlich mit einem freundlichen Applaus. Sie gehen von Tisch zu Tisch, um sich nochmal persönlich vorzustellen und kommen mit dem einen oder anderen Teilnehmer ins Gespräch.

An einem Tisch gibt es eine lebhafte Diskussion um das Thema Kriminalität im Land und besonders über Entführungen. Einer der Expats hatte gehört, dass es letzte Woche einen Entführungsversuch eines NGO Mitarbeiters gab. Die Frage die diskutiert wird: Was ist zu tun, wenn? Wie verhalte ich mich richtig? Ein älterer Expat mit vielen Jahren Auslandserfahrung in unterschiedlichen Ländern sagt mit dem Brustton der Überzeugung: „Das wird nicht passieren“ darauf fragt ein anderer: „Warum nicht?“ „Weil es nie passiert ist“, antwortet der ältere Expat. Ein Anderer vertritt die Meinung, wenn es dann passiert, bloß keine Gegenwehr. Dem wiederum widerspricht ein anderer, „wehren mit allem, was man hat“.

Wer hat recht? Jeder und keiner. Es gibt nicht die in steingemeißelte Wahrheit. Weder bei der Einschätzung der Kriminalität noch bei der Art und Weise. Die Einschätzung wird sehr stark subjektiv beeinflusst und bei der Art und Weise kommt es auf den Kotext an. Sind Sie in einem Land in den Entführungen von Ausländern nie vorkommen, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht passieren. Sind Sie in einem Land wo es fast immer um Lösegeld bei Entführungen geht, ist nicht wehren wahrscheinlich eine gute Empfehlung. Sind Sie jedoch in einem Land, wo es bei der Entführung um Ihr Leben geht, ist wahrscheinlich wehren die bessere Wahl.

Seien Sie bei der Beurteilung so objektiv wie möglich und prüfen Sie immer den Kontext.

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