Entsendung

Der Hauptgrund für das Scheitern einer Entsendung ist fehlende Integration — des Expats, seines Partners oder der begleitenden Familie im Gastland.


Die Probleme

Gesetzliche Vorgaben, Zeitdruck, Erfolgsdruck und knappe Budgets setzen den Rahmen jeder Entsendung. Gleichzeitig sind viele Menschen und Abteilungen mit unterschiedlichen Aufgaben und Zielsetzungen beteiligt. Hinzu kommen große Entfernungen, kulturelle Unterschiede und oft ein instabiles Umfeld im Gastland.

Was bedeutet eine gescheiterte Entsendung?

Weit mehr als einen vorzeitigen Abbruch. Eine Entsendung kann auch dann scheitern, wenn der Mitarbeiter die vereinbarte Zeit im Gastland erfüllt — aber deutlich unter seinen Möglichkeiten bleibt, die Ziele nur teilweise erreicht oder nach der Rückkehr das Unternehmen verlässt.

Wir definieren einen Fehlschlag als eine Entsendung, bei der die Erwartungen und Ziele beider Parteien nicht erfüllt werden: die des Unternehmens und die des Expats.

Studien zeigen: Leistungsabfall und Kündigungen nach der Rückkehr gehören zu den häufig unterschätzten Folgen gescheiterter Entsendungen.

Was sind die Kosten eines Scheiterns?

Die Kosten einer gescheiterten Entsendung lassen sich in drei Bereiche einteilen:

Direkte Kosten: Gehalt, Trainings- und Schulungskosten, Umzug, Unterkunft, Reisen und Rückabwicklung. Je nach Aufwand und Gehalt des Entsendeten können sie zwischen 250.000 und 1.000.000 Euro pro Jahr liegen.

Indirekte Kosten: Verlust von Marktanteilen, entgangene Geschäftschancen, Vertrauensverlust bei Kunden, lokalen Mitarbeitern oder Behörden — bis hin zu Einschränkungen der Geschäftstätigkeit im Gastland.

Verlust von Know-how: Scheitert eine Entsendung, steigt das Risiko, dass ein wertvoller Mitarbeiter das Unternehmen verlässt — und mit ihm Wissen, Kontakte und Erfahrung.

Direct cost up to US
$1,250,000 ... indirect costs
can be even more dramatic … expatriates may suffer loss of self-esteem and confidence …unmotivated to undertake future challenging tasks

Wann beginnt das Scheitern?

In Anlehnung an das Konzept von Kalervo Oberg durchlaufen Entsendete verschiedene Phasen.

1

Die erste Phase ist geprägt von Begeisterung, Euphorie und Neugier auf das Neue. Vieles fühlt sich leicht an — fast wie Urlaub.

2

In der zweiten Phase setzt Ernüchterung ein. Unterschiede werden deutlicher wahrgenommen, die Zufriedenheit nimmt ab und erste Schwierigkeiten entstehen.

3

In der dritten Phase erreichen Stimmung und Zufriedenheit ihren Tiefpunkt. Der Stress ist hoch, die Arbeitsproduktivität niedrig. Viele Expats erleben Fremdheit, Orientierungslosigkeit, Unsicherheit, Unwohlsein und soziale Isolation.


In der zweiten und dritten Phase entscheidet sich der Erfolg oder der Misserfolg einer Entsendung.

4

Wenn es nicht zu negativen Entwicklungen wie Abbruch, Abreise der Familie, Distanzierung vom Unternehmen oder privaten Krisen gekommen ist, beginnt die Stabilisierung. Zufriedenheit, Akzeptanz und Stimmung nehmen wieder zu.

5

In der fünften Phase entsteht das „Wie-zu-Hause-Gefühl“. Orientierung und Verständnis sind gewachsen, die Stimmung ist stabil. Arbeitsproduktivität und Zufriedenheit erreichen in dieser Phase ihren höchsten Stand.

Was ist das Problem?

Bis heute konzentrieren sich die meisten Maßnahmen auf die Vorbereitung und den Beginn einer Entsendung: Trainings, Visa, Steuern, Umzug, Wohnung und gegebenenfalls Schulsuche. Das bedeutet: Sie enden oft genau dann, wenn die eigentlichen Probleme erst entstehen.

Was ist die Lösung?

Eine Entsendung muss so begleitet werden, dass Expats und ihre Familien von Anfang an Orientierung, Wertschätzung, Sicherheit und Unterstützung im Gastland erfahren. Genau hier setzen wir an.

Planen Sie eine internationale Entsendung mit Partner oder Familie?
Prüfen Sie frühzeitig, ob Integration, Orientierung und Sicherheit ausreichend vorbereitet sind.